Sony mit einstweiliger Verfügung gegen PS3 Modchip

#1
Sony, Hersteller der Spielekonsole PlayStation3, hat eine einstweiligen Verfügung erwirkt und den Verkauf des Modchips "PS JailBreak" stoppen lassen. Mit Hilfe des Chips sollen sich Konsolenspiele illegal kopieren und auf der PS3 spielen lassen.

Die einstweiligen Verfügung richtet sich gegen drei australische Online-Shops. Sie verbietet den Import, den Verkauf sowie die Weitergabe des Modchips und schreibt den Shop-Betreibern außerdem vor, dass sie bereits vorhandene Lagerbestände an Sony übergeben müssen. Die PlayStation-Website PS3News berichtet zwischenzeitlich, dass OzModChips, einer der drei betroffenen Shops, alle Vorbestellungen storniert habe.
Zu erwarten ist, dass Sony die Chips ausführlich analysieren und die Firmware der Playstation 3 anschließend so modifizieren wird, dass PS JailBreak wirkungslos wird. Sollte Sony die Chips bei der Analyse beschädigen, muss der Elektronikriese die Shops durch Ãœberweisung des Ladenpreises von 170 australischen Dollar entschädigen.
Für den 31. August 2010 ist eine Gerichtsverhandlung terminiert, in der sowohl Sony wie auch die betroffenen Shops gehört werden. Anschließend kann das Gericht die Verfügung entweder bestätigen (wodurch der Verkauf in Australien bis auf weiteres verboten würde) oder die Verfügung wieder aufheben.
Dass das Gericht den Verkauf wieder erlaubt, ist der News-Website ArsTechnica zufolge allerdings unwahrscheinlich. In Australien, so ArsTechnica, seien nur solche Modchips erlaubt, mit denen man selbst keine Raubkopien anfertigen kann. Eine solche Funktion bietet PS JailBreak aber, wie verschiedene Videos zeigen.
 
Oben